Kinder- und Jugendbüro Neuwied blickt auf abwechslungsreiche Herbstferien zurück

Auf Einrädern durch die Manege rollen, im Wald ein Feuer entfachen oder mit Hammer und Säge eigene Hütten bauen: In den Herbstferien konnten Kinder in Neuwied wieder einiges erleben. Das städtische Kinder- und Jugendbüro (KiJub) hatte mit einer inklusiven Zirkusfreizeit, der „Wunderbaren Waldwoche“, dem Bauspielplatz und einer Lesung mit der Neuwieder Kinderbuchautorin Martina Kast ein vielseitiges Programm zusammengestellt. Dabei konnten die Kinder neue Fähigkeiten entdecken, kreativ werden und gemeinsam Abenteuer erleben.

In der ersten Ferienwoche verwandelte sich die Turnhalle der Grundschule Feldkirchen für 40 Kinder im Alter von sieben bis 14 Jahren in eine Zirkusmanege. Unter Anleitung zweier professioneller Zirkuspädagogen übten sie fünf Tage lang verschiedene Kunststücke ein. Sie jonglierten mit Tüchern und Bällen, ließen Teller kreisen und versuchten sich an Diabolos, Hula-Hoop-Reifen und Clownerie. Mut und Geschick waren vor allem beim Balancieren auf Seilen und großen Kugeln sowie beim Fahren auf Einrädern gefragt. Bei der inklusiven Freizeit halfen sich die Kinder gegenseitig und entwickelten gemeinsam eine Abschlussshow. Vor Eltern und Großeltern präsentierten sie schließlich stolz ihre Kunststücke und ernteten dafür reichlich Applaus.

Foto: Eva Falkenburg

Auch bei der „Wunderbaren Waldwoche“ gab es viel auszuprobieren. Die Kinder bauten Waldhütten, Tipis und ein Waldsofa, bastelten Boote aus Naturmaterialien und traten bei Spielen wie „Capture the Flag“ gegeneinander an. Besonders spannend war es, mit Feuerstein und selbst hergestelltem Zunder ein Feuer zu entfachen. Anschließend bereiteten die Teilnehmenden Stockbrot, Marshmallows und Bratäpfel über den Flammen zu. Das Waldmobil von Dieter Lehnert brachte ihnen außerdem die heimische Tierwelt näher. Wer sich etwas mehr zutraute, konnte sich an einem Abhang abseilen.

Auf dem Bauspielplatz griffen die Kinder derweil zu Hammer und Säge. Neben neuen Hütten entstanden Blättercollagen, Kastanienteelichter, Papierflieger und Drachen. Großen Anklang fanden die Kürbisse, die das Stadtmarketing nach dem Marktfest zur Verfügung gestellt hatte. Die Kinder verwandelten sie in bunte Herbstkunstwerke. In der ersten Woche kochten sie außerdem gemeinsam eine Gemüsesuppe, in der zweiten Woche besuchte ein Foodtrailer den Bauspielplatz. Er gehört zu einem Landesprojekt, das die GFBI GmbH in Neuwied umsetzt. Das Ministerium für Arbeit, Soziales, Transformation und Digitalisierung fördert das Projekt mit Mitteln des Europäischen Sozialfonds und arbeitsmarktpolitischen Mitteln des Landes Rheinland-Pfalz. Das Jobcenter Landkreis Neuwied weist dem Projekt Kundinnen und Kunden zu und begleitet sie bei ihrem Integrationsprozess. Mit den Herbstferien endete zugleich die diesjährige Bauspielplatzsaison.

In die Welt der Bücher tauchten 13 Kinder im Bürgerhaus Block ein. Dort stellte die Neuwieder Kinderbuchautorin Martina Kast ihre Geschichte vom kleinen, lilafarbenen „Knuffel“ vor. Die Kinder lauschten den Abenteuern der manchmal etwas tollpatschigen Figur und bastelten anschließend eigene Knuffel aus Filz. Außerdem erzählte die Autorin von ihrer Arbeit und beantwortete die Fragen der jungen Gäste. Ihr Buch „Knuffel“ ist im Edition Paashaas Verlag erschienen.