OB Einig besucht Valea-Gesundheitszentrum am Ringmarkt – Standort ausgebaut und medizinisches Angebot erweitert
Die hausärztliche Versorgung langfristig zu sichern, gehört zu den großen Herausforderungen vieler Regionen. Umso erfreulicher ist die Entwicklung am Neuwieder Ringmarkt: Die Valea Gesundheit GmbH hat ihren dortigen Standort deutlich ausgebaut, das medizinische Angebot erweitert und die bisherige Praxis „Im Hessel“ in den Standort Ringmarkt 9 integriert. Oberbürgermeister Jan Einig informierte sich jetzt bei einem Unternehmensbesuch über die Entwicklung des Medizinischen Versorgungszentrums (MVZ).

„Eine gute medizinische Versorgung ist ein ganz wesentlicher Teil der Lebensqualität einer Stadt. Deshalb ist es für Neuwied eine sehr gute Nachricht, wenn bestehende Angebote nicht nur gesichert, sondern weiterentwickelt und ausgebaut werden“, betont Einig. „Gerade angesichts des zunehmenden Hausärztemangels sind neue Modelle gefragt, die für Ärzte attraktive Arbeitsbedingungen schaffen und gleichzeitig eine verlässliche Versorgung der Patienten gewährleisten.“

Praxisteam gemeinsam mit Oberbürgermeister Jan Einig und Christoph Engels von der städt. Wirtschaftsförderung

Die Valea Gesundheit GmbH mit Sitz in Mayen betreibt einen regionalen Verbund von Medizinischen Versorgungszentren im hausärztlich-internistischen Bereich. Neben Neuwied ist das Unternehmen in Mayen, Andernach und Kaisersesch vertreten. Ein besonderer medizinischer Schwerpunkt liegt auf der Diabetologie. Nach Angaben des Unternehmens arbeitet der Verbund unabhängig von anderen Institutionen und wirtschaftlichen Interessen Dritter und sieht sich allein der ärztlichen Therapie- und Behandlungsfreiheit verpflichtet.
Am Standort Ringmarkt 9 hat Valea in den vergangenen Monaten erheblich investiert. Durch umfangreiche Baumaßnahmen wurde die Praxisfläche nahezu verdoppelt. Gleichzeitig wurde das medizinische Angebot erweitert: Mit der Internistin und Diabetologin Uliana Nykolyshchak verfügt das MVZ nun über zusätzliche personelle Verstärkung und einen diabetologischen Schwerpunkt. Der Standort ist barrierefrei zugänglich und verfügt über Parkmöglichkeiten.
Zudem investiert das Unternehmen in moderne Praxissoftware und Medizintechnik. Ziel ist es, Ärzte und Praxisteams bei administrativen Aufgaben zu entlasten und mehr Zeit für die medizinische Versorgung zu schaffen.
Für Wilhelm Kube, kaufmännischer Leiter der Valea Gesundheit GmbH, sind Medizinische Versorgungszentren ein wichtiger Baustein, um auf die Veränderungen im Gesundheitswesen zu reagieren. „Hausarztmangel und veränderte Vorstellungen von der Arbeitswelt erfordern neue Wege. Kooperative Versorgungsformen und flexiblere Arbeitszeitmodelle können dazu beitragen, ärztliche Versorgung langfristig sicherzustellen“, erläutert Kube. Gerade jungen Ärzten könnten MVZ Teilzeitangebote, die Zusammenarbeit im Team und eine Entlastung von administrativen Aufgaben bieten. Gleichzeitig könnten Patienten von einer flexibleren Leistungserbringung und einer strukturierten Praxisorganisation profitieren – unter anderem durch kürzere Wartezeiten auf Termine und eine bessere Zusammenarbeit der unterschiedlichen Fachgruppen.
Ein weiterer Baustein ist für Valea die Gewinnung medizinischen Nachwuchses. Der Verbund begleitet unter anderem im Ausland ausgebildete Ärzte auf dem Weg zur deutschen Approbation. Mediziner beispielsweise aus Ecuador und Kolumbien werden in den Praxen und durch interne Schulungen vorbereitet und können anschließend ihre Weiterbildung in der Allgemeinmedizin im Valea-Verbund fortsetzen.
Auch wenn die Sicherstellung der medizinischen Versorgung nicht zu den Aufgaben der Stadt Neuwied gehört, sondern in der Zuständigkeit des Kreises liegt, verfolgt die Stadt die Entwicklung aufmerksam. Denn eine gute ärztliche Versorgung ist nicht nur für die Menschen vor Ort wichtig, sondern auch ein wesentlicher Standortfaktor. Für Oberbürgermeister Einig ist die Entwicklung am Ringmarkt daher ein positives Signal: „Für uns ist entscheidend, dass Neuwied auch in Zukunft ein attraktiver Standort für Ärzte und medizinische Angebote bleibt. Wenn hier investiert, das Angebot ausgebaut und gleichzeitig nach neuen Wegen gegen den Ärztemangel gesucht wird, ist das eine gute Entwicklung für unsere Stadt.“