Grandiose „Italienische Nacht“ auf der Kaiserbühne Burgbrohl eröffnete die „Nacht der Vulkane“

Lulo Reinhardt, Santino De Bartolo und Thomas Wunder verzauberten ihre Zuhörer

Foto: Eberhard Thomas Müller
„Buonasera, signore e signori“, begrüßte Bürgermeisterin Simone Schneider die 300 Zuhörer zur „Italienischen Nacht“ in der Kaiserhalle Burgbrohl. Und Verbandsbürgermeister Johannes Bell eröffnete mit dieser Auftaktveranstaltung die „Nacht der Vulkane“ im Namen der Arbeitsgemeinschaft Laacher See, bestehend aus den Verbandsgemeinden Brohltal, Mendig und Pellenz, der Stadt Mendig sowie der Ortsgemeinde Nickenich und der Benediktinerabtei Maria Laach.Lulo Reinhardt, bereits zum zweiten Mal in Burgbrohl zu Gast, hatte den südeuropäischen Künstler Santino De Bartolo und Schauspieler Thomas Wunder mitgebracht, der die lyrischen Texte ins Deutsche übersetzte. Immer wieder kreiert der Gitarrist Lulo Reinhardt mit unterschiedlichsten Künstlern einen jeweils anderen, individuellen Sound. Mit filigraner Virtuosität bereicherte er die italienische teils schwermütige, teils heitere Musik Santino De Bartolos, einem Liedermacher aus Kalabrien, der mit seinen Liedern und Geschichten süditalienisches Flair nach Burgbrohl brachte.

Ruhig und besinnlich begann Santino mit „Stella mia Stella“, dem Stern der Liebe. Romantisch auch seine Gedanken über die am Himmel vorbeiziehenden Wolken, von Thomas Wunder ins Deutsche übersetzt: „Wenn ich in den Himmel schaue, gelingt es mir nicht herauszufinden, welche zwischen den vielen Wolken die meine ist.“ Dank der von Thomas Wunder vorgetragenen Texte konnten die Zuhörer viele Canzoni auch inhaltlich genießen, so etwa beim „Argentinischen Mädchen“.  Dann sang Santino über die Unsinnigkeit von Kriegen und über die „Ladri Di Cavalli“, die Pferdediebe, die zwar Hilfe versprechen, doch in Wirklichkeit nichts tun. „Lieber sind mir Menschen, die wirklich arbeiten und den Schmerz kennen, der vom Rücken zum Herzen strahlt“, so eine von Thomas Wunder rezitierte Zeile. Immer wieder dankten die Zuhörer dem Schauspieler mit Szenenapplaus für die ausdrucksstark dargebotene Lyrik. Ein Publikum mit einem Sinn für die Schönheit der Sprache. „Wir fangen gemütlich an, nachher müsst ihr alle tanzen“, bereitete Lulo Reinhardt die Zuhörer auf den zweiten Teil vor. Und Santino erzählte in einem ausgelassenen Lied über Menschen in seinem kalabrischen Dorf, die laut sind, wenn sie sich im Winter besuchen, um den neuen Wein zu probieren. Ganz in diesem Sine erbebte die Kaiserhalle, als Santino De Bartolo und Lulo Reinhardt mit „Cracias ala vida“ die reine Lebensfreude versprühten. Und Santino erzählte von Menschen, von ihren Sehnsüchten und von der Liebe, um sich mit einem heiteren „Bella Ciao“ und mehreren Zugaben von den begeisterten Zuhörern zu verabschieden. Ein gelungener Auftakt der „Nacht der Vulkane“ und ein zauberhafte „Italienische Nacht“ mit Lulo Reinhardt, Santino De Bartolo und Thomas Wunder.

Lulo Reinhardt, Santino De Bartolo und Thomas Wunder brachten Dolce Vita auf die Kaiserbühne.   Foto: Eberhard Thomas Müller

 

Weiter geht es am Freitag, 11. September 2026, um 19:30 Uhr mit der Komödie „Tratsch an der Zapfsäule“. Dann bringt die freie Theatergruppe aus Polch in rheinischer Mundart „wahre“ Geschichten auf die Kaiserbühne, die sich in den 60er Jahren an einer Tankstelle in der Eifel, vielleicht in Burgbrohl, zugetragen haben.

Und am 16. Oktober 2026 wird die Blues-Legende Biber Herrmann in der Kaiserhalle zu Gast sein.  Dann kann sich das Publikum auf poetische Songs, virtuoses Gitarrenspiel, Rock, Folk und intimem Akustikblues freuen.

 

Karten zum Preis von 14,00 Euro:

Gemeindebüro Burgbrohl, Kreissparkasse Burgbrohl, Reisebüro Marino sowie Lotto- und Postagentur Elke Schäfer