Nach ungeschütztem Geschlechtsverkehr mit Prostituierten im Raum Koblenz: 
Betroffene Männer sind dringend zur Untersuchung aufgerufen

29.10.2026.   PD-Nr. 243-2026KREIS MYK. Das Gesundheitsamt Mayen-Koblenz warnt vor einer möglichen Ansteckung mit der sexuell übertragbaren Infektionskrankheit Syphilis. Hintergrund sind zwei Prostituierte, bei denen die Erkrankung festgestellt wurde. Nach Erkenntnissen der Kreisverwaltung hatten die beiden Frauen Anfang Oktober im Raum Koblenz innerhalb weniger Stunden mit schätzungsweise 20 bis 30 Männern ungeschützten Geschlechtsverkehr. Die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz appelliert daher eindringlich an die betroffenen Männer, sich schnellstmöglich ärztlich untersuchen zu lassen, um mögliche Infektionen frühzeitig zu erkennen und weitere Ansteckungen zu verhindern.

Am 5. Oktober 2026 erhielten die Kreisverwaltung Mayen-Koblenz als zuständige Behörde Hinweise darauf, dass zwei Frauen im Raum Koblenz sexuelle Dienstleistungen ohne Kondom anbieten würden. Bei einer Kontrolle am darauffolgenden Tag, die mit Unterstützung der Polizei durchgeführt wurde, wurden entsprechende Maßnahmen eingeleitet und Untersuchungen beim Gesundheitsamt veranlasst. Inzwischen liegen die Untersuchungsergebnisse vor. Diese bestätigen bei beiden Frauen eine Infektion mit Syphilis.
Syphilis ist eine sexuell übertragbare Infektionskrankheit, die unbehandelt schwerwiegende gesundheitliche Folgen haben kann. Besonders problematisch ist, dass eine Infektion zunächst ohne erkennbare Beschwerden verlaufen kann. Betroffene können die Krankheit daher unwissentlich an andere Menschen weitergeben.
Das Gesundheitsamt appelliert deshalb insbesondere an Männer, die Anfang Oktober im Raum Koblenz ungeschützten Geschlechtsverkehr im Zusammenhang mit Prostitution hatten, sich auch ohne Symptome untersuchen zu lassen. Da Syphilis gut mit Antibiotika behandelbar ist, sind eine frühzeitige Diagnose und Therapie besonders wichtig. Je nach Zeitpunkt des Kontakts kann eine erneute Untersuchung erforderlich sein. Wer befürchtet, sich angesteckt zu haben, sollte sich an seinen Hausarzt, einen Facharzt oder das Gesundheitsamt Mayen-Koblenz wenden. Die Beratung erfolgt vertraulich.