Beim Spatenstich für den Anbau hebt Landrat Achim Hallerbach die touristische Bedeutung des Erlebniszentrums hervor
Kreis Neuwied. - Foto: Thomas Herschbach - Entgegen einer in einem gallischen Dorf vorherrschenden Meinung spinnen die Römer nicht, vielmehr gehen beeindruckende Bauten auf die Beherrscher des einstigen Weltreiches zurück. Eines dieser Prachtexemplare ist der Limes. Davon gibt es gar zwei und bald einen einzigen Knotenpunkt, der die beiden Grenzwälle des linksrheinischen Niedergermanischen Limes und des rechtsrheinisch verlaufenden Obergermanisch-Raetischen Limes miteinander verbindet: Die RömerWelt in Arienheller.
Eben dort griffen Landrat Achim Hallerbach, Museumsleiter Frank Wiesenberg, Bettina Sauer von der Bauverwaltung der Verbandsgemeinde Bad Hönningen, Architektin Silke Pesau sowie Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud und Mike Dühr, Inhaber des Bauunternehmens Gebrüder Dühr GmbH in Bad Breisig, jetzt zum Spaten und hoben mit der symbolischen Erdbewegung die Erweiterung des Erlebniszentrums unter dem Zeichen des SPQR aus der Taufe. Auf über 100 Quadratmetern befasst sich die Präsentation mit dem Niedergermanischen Limes und dem Bereich römischer Handwerkskunst. Möglich werden dann auch Sonderausstellungen.
Landrat Achim Hallerbach, Museumsleiter Frank Wiesenberg, Bettina Sauer von der Bauverwaltung der Verbandsgemeinde Bad Hönningen, Architektin Silke Pesau, Bauunternehmer Mike Dühr und Verbandsbürgermeister Jan Ermtraud (von rechts) freuen sich über den Baustart zur Erweiterung der RömerWelt. Foto: Thomas Herschbach
„Passend zum diesjährigen Jubiläum `20 Jahre UNESCO-Welterbe-Status beim Obergermanisch-Rätischen Limes´ können wir über den Anbau den Niedergermanischen Limes auf der gegenüberliegenden Rheinseite in den Fokus nehmen. Somit werden in der RömerWelt zwei historische Grenzverläufe miteinander verknüpft. Diese Brückenfunktion ist auch ein schönes Zeichen dafür wie unser Landkreis Verbindung schafft und über den eigenen Tellerrand hinausblickt,“ weist Landrat Achim Hallerbach in diesem Zusammenhang ebenfalls auf die Unterstützung der Sparkassenstiftung „WIR FÜR HIER“ der Sparkasse Neuwied in Höhe von 10.000 Euro hin.
„Insgesamt schlägt die Baumaßnahme zur Illustrierung der Antike mit einem Volumen von knapp 1,28 Millionen Euro zu Buche, davon trägt das Land über finanzielle Fördermittel wiederum einen Anteil in Höhe von 860.000 Euro. Im November soll der Rohbau im fertiggestellt sein.
Laut Planung geht es ab dann im Innern weiter – in der dunklen Jahreszeit ist das Museum sowieso nicht geöffnet“, gibt Bürgermeister Jan Ermtraud Zahlen zum Projekt und die weiteren Abläufe an. Auf mehr als 100 Quadratmetern soll eine neue Ausstellungsfläche entstehen, die sich mit dem Niedergermanischen Limes und dem Themenbereich „Römisches Handwerk“ befasst.
„Mit der Vergrößerung der Ausstellungsfläche erhöht sich die Außenwirkung der RömerWelt und das kommt wiederum der Wahrnehmung unseres Landkreises als facettenreiche touristische Destination zugute. Unser Netzwerk aus Alleinstellungsmerkmalen wollen wir ausbauen und künftig noch wirkungsvoller in Szene setzen. Wir sind eingebettet in die Großräume Köln/Bonn/Rhein Ruhr und Rhein-Main. Das ist eine Riesenchance, die wir auch in interkommunaler Zusammenarbeit nutzen sollten“, betont Landrat Achim Hallerbach