Landrat Achim Hallerbach und Kreis-Wirtschaftsförderer Harald Schmillen auf Firmenbesuch bei Winkler und Dünnebier Süßwarenmaschinen
Kreis Neuwied. - Foto: Thomas Herschbach - Ohne drei Buchstaben aus Rengsdorf müssten Naschkatzen, Schoko-Liebhaber und Fruchtgummi-Fans weltweit in größerem Ausmaß ungesüßt bleiben: „WDS“ – hinter dem Kürzel steckt die Winkler und Dünnebier Süßwarenmaschinen GmbH und die haben es in sich. Von dem, auf Fertigungsanlagen für allerlei Leckeres, spezialisierten Unternehmen machten sich jetzt Landrat Achim Hallerbach und Kreis-Wirtschaftsförderer Harald Schmillen im Rahmen ihrer regelmäßigen Firmenbesuche ein Bild.

„Familiengeführte Unternehmen machen einen wesentlichen Teil unseres starken Landkreises aus und dafür ist WDS ein Paradebeispiel“, lobt Landrat Achim Hallerbach das Vater-Tochter Duo Rainer und Jessica Runkel, die sich die Geschäftsführung in familiärer Harmonie in mittlerweile dritter Generation teilen.
Begonnen hat alles vor 60 Jahren im Jahr 1965 als Vater und Großvater Oswald Runkel in einer Garage und nebenberuflich damit anfing, erste Metallteile zu bearbeiten. Seitdem hat sich WDS zum einem der weltweit führenden Hersteller von Süßwarenmaschinen entwickelt. Als Namenspatron spielt dabei ein alter indischer Herrschafts-Begriff eine Rolle: Der Mogul bzw. die Mogultechnik. Die hat WDS auch bei besonderen Neuentwicklungen im Blick.
„Als Spezialist für Formanlagen ist das Unternehmen in der Lage, das gesamte Spektrum gegossener Süßwaren mit unterschiedlichen Anwendungs- und Leistungsbereichen abzudecken“, klärt Kreis-Wirtschaftsförderer Harald Schmillen auf. Dazu zählen Fertigungs-Komplettlösungen für Schokolade, Gummis und Geleewaren ebenso wie für Hartbonbons, Fondant und Toffees. Die WDS-Anlagen ermöglichen fast grenzenlose Mixturen aus Form, Füllung und Farbe. Dabei lassen sich ausgefallene Formen mit den unterschiedlichsten Ausgangsmassen sowie Farb- und Füllmöglichkeiten kombinieren.
Auch Innovationen werden bei dem Rengsdorfer Unternehmen großgeschrieben. Zu diesen Produkten zählen die sogenannten OTC-Süßwaren, die durch Zugabe unterschiedlicher Ingredienzien gesundheitsfördernde und biologisch wirksame Eigenschaften besitzen.

Beim informativen Rundgang gab Geschäftsführer Rainer Runkel seinen Besuchern Landrat Achim Hallerbach und Kreis-Wirtschaftsförderer Harald Schmillen Einblicke in die Produktion seines Unternehmens. Foto: Thomas Herschbach

Der Markt hierfür ist noch relativ jung und bietet Herstellern deshalb vielfältige Chancen und ein enormes Wachstumspotential.
Das Spezialisten sehr gefragt sind, sieht man beim Unternehmensrundgang sofort. Denn die Auftragsbücher sind gut gefüllt und der Blick in die Zukunft ist positiv. Die mittlerweile deutlich mehr als 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind gut ausgelastet und arbeiten mit Freude an „ihren“ Maschinen. Die Ausbildung der rund 25 Auszubildenden in acht verschiedenen Ausbildungsberufen genießt hohe Priorität und Wertschätzung, denn sie sind die Fachkräfte von morgen.
„Als Partner entlang der gesamten Prozesskette bieten wir alles aus einer Hand: Individualität in Planung und Konzeption ist so in den Jahren zu einer besonderen Stärke im Profil von WDS geworden. Ein permanenter Ausbau unserer Forschungs- und Entwicklungsarbeit ist für uns selbstverständlich und in unserem hauseigenen Technikum werden in Zusammenarbeit mit unseren Kunden neue Produktionsmöglichkeiten zur Herstellung von Süßwarenprodukten entwickelt und optimiert“, erläutert Rainer Runkel seinen Gästen beim informativen Rundgang.
„Die Wirtschaftskraft des Landkreises Neuwied hat sich in den letzten Jahren wiederholt und vor allem in verschiedenen Krisen als, im Vergleich zu anderen Landkreisen, resilient und stark erwiesen. Ein Garant dieser Entwicklung war und ist ein breiter Branchenmix der Bestandsunternehmen sowie die Dominanz familiengeführter Unternehmen wie WDS der Familie Runkel“, zieht Landrat Achim Hallerbach ein positives Fazit.