
Stadt bedauert Verlust alter Bäume – Belasteter Boden im Außengelände muss ausgetauscht werden
Rund 30 zum Teil alte und stattliche Bäume müssen auf dem Außengelände der Neuwieder AWO-Kindertagesstätte „Am Schlosspark“ gefällt werden. Eine Entscheidung, die der Stadt alles andere als leichtfällt. Die Fällungen sind jedoch unumgänglich, weil der mit Schadstoffen belastete Boden auf dem Gelände ausgetauscht werden muss. „Uns ist sehr bewusst, was wir hier verlieren. Es handelt sich zum Teil um große, gesunde Bäume, die das Gelände seit vielen Jahrzehnten prägen“, sagt Tiefbau-Abteilungsleiter Manfred Reitz. „Wir würden die Bäume sehr gerne erhalten. Nach eingehender Prüfung müssen wir aber feststellen, dass dies mit der notwendigen Bodensanierung nicht vereinbar ist“, bedauert er und unterstreicht: „Auf dem Gelände einer Kindertagesstätte hat der Schutz der Kinder oberste Priorität.“

Entdeckt worden war die Verunreinigung des Bodens im Zuge der Planungen für die Erweiterung der Kindertagesstätte. Das Außengeländes musste daraufhin vor mehreren Monaten bereits großflächig gesperrt werden. Und da für Flächen, die von Kindern genutzt werden, besondere Anforderungen gelten, muss der Boden nun bis zu etwa einem Meter Tiefe abgetragen und ersetzt werden.
Genau das macht den Erhalt der Bäume unmöglich. Beim großflächigen Abtragen des Bodens würden erhebliche Teile der Feinwurzeln freigelegt und zerstört. Die Bäume würden dadurch so stark geschädigt, dass ihre dauerhafte Stand- und Verkehrssicherheit nicht gewährleistet werden könnte. Auch eine besonders schonende Freilegung der Wurzeln würde daran nichts Grundsätzliches ändern. Die Stadt hat deshalb keine Möglichkeit, die Bäume dauerhaft sicher zu erhalten und gleichzeitig den erforderlichen Bodenaustausch vorzunehmen.
Wie die belastete Auffüllung auf das Grundstück gelangt ist, lässt sich heute nicht mehr zweifelsfrei nachvollziehen. Bekannt ist, dass vor dem Bau der Kita vor rund 25 Jahren keine eingehende Untersuchung stattfand.

