Minister Sven Teuber stellte historischen Büstenzyklus von 1760 vor

Fotohinweis:  @MKBWK 
Der Schlosshof in Engers im gleichnamigen Neuwieder Stadtteil zählt zu den bedeutendsten Zeugnissen des Rokoko in Rheinland-Pfalz. In dieser Woche wurde er wieder in seinen historischen Zustand zurückversetzt: 24 Büsten des Bildhauers Joseph Ignatius Feill aus dem Jahr 1760 sind nach 55 Jahren Abwesenheit und stilgerechter Renovierung auf die Pfeiler des Hofgitters zurückgekehrt. Sven Teuber, Minister für Kommunen, Bauen, Wohnen und Kultur des Landes Rheinland-Pfalz, stellte diese kunsthistorische Sensation zusammen mit Oberbürgermeister Jan Einig der Presse vor. 

Minister Teuber sagte in Schloss Engers zur Bedeutung der Büsten: „Manchmal braucht es einen langen Atem, damit Geschichte wieder sichtbar wird. In Schloss Engers ist das jetzt eindrucksvoll gelungen: Nach 55 Jahren kehren die Büsten auf die Pfeiler des Hofgitters zurück und geben dem Schlosshof einen wesentlichen Teil seiner historischen Gestalt wieder. Ich freue mich sehr, dass wir gemeinsam mit dem Bund, der Villa Musica und der Denkmalpflege dazu beitragen konnten, diese bedeutenden Kunstwerke an ihren ursprünglichen Ort zurückzubringen. Die Büsten prägen die künstlerische Gestaltung des Schlosshofs und machen seinen besonderen Charakter wieder vollständig sichtbar. So können Besucherinnen und Besucher Schloss Engers künftig wieder als das Rokoko-Gesamtkunstwerk erleben, als das es im 18. Jahrhundert geschaffen wurde.“

Neben den 24 Büsten für die Pfeiler des Hofgitters umfasst der Zyklus noch mehrere große Vasen für die Eingangsseite des Hofes sowie Skulpturen von Tänzern und Musikanten für die Dächer der beiden Kavaliershäuser. Sie werden zu einem späteren Zeitpunkt aufgestellt. 

Minister Sven Teuber (5.v.r.), OB Jan Einig (5.v.l.), die Verantwortlichen der Landesstiftung Villa Musica, Architekt Albert Diehl (4. v.l.) und Ulrich Bauer-Bornemann (4.v.r.), dessen Firma die Steinrestaurierung durchgeführt hat. Auf den Pfeilern sehen sie zwei der restaurierten Büsten. Fotohinweis:  @MKBWK 

Das gesamte Projekt wurde vom Bund und vom Land Rheinland-Pfalz mit Mitteln aus dem Programm „Investitionen in national bedeutsame Kultureinrichtungen in Deutschland“ (INK) finanziert und durch die Landesstiftung Villa Musica Rheinland-Pfalz als Eigentümerin von Schloss Engers realisiert. Mit der Firma Steinrestaurierung Bauer-Bornemann aus Bamberg konnte eines der weltweit führenden Spezialunternehmen gewonnen werden. Ulrich Bauer-Bornemann gilt als Koryphäe auf diesem Gebiet und verfügt über langjährige Erfahrung gerade im Umgang mit Skulpturen aus Barock und Rokoko. Die Bauleitung der INK-Maßnahmen in Schloss Engers hat der Architekt Albert Diehl.

Weitere Informationen auf der Homepage der Villa Musica: www.villamusica.de.